Die Inflation ist längst da: Nahrung und Energie deutlich teurer

Das statistische Bundesamt in Wiesbaden hat die Verbaucherpreise wieder unter die Lupe genommem.

So verteuerten sich Nahrungsmittel gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,4% und damit sogar deutlich stärker als die Energie (3,0 %). Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung bei diesen beiden Güterbereichen lag dem Bundesamt zufolge die Teuerungsrate im Juni 2013 bei 1,3 Prozent. Bei den Nahrungsmitteln mussten die Verbraucher spürbar mehr als vor einem Jahr für Speisefette und Speiseöle (+ 13,0% ), sowie Gemüse (+10,4 Prozent) und Obst (9,2 Prozent) ausgeben. Interessant ist, dass es bei Butter ( Plus 27,1 Prozent), Kartoffeln (+ 35,2 Prozent) und Äpfel (Plus 21,1 Prozent) zu herben Preissprüngen kam.

Überdurchschnittliche Preiserhöhungen bei allen Nahrungsmittelklassen

Erheblich teurer waren auch Molkereiprodukte und Eier (+5,3 %) sowie Fleisch und Fleischwaren (+5,0 %). Auch bei allen anderen Nahrungsmittelklassen gab es überdurchschnittliche Preiserhöhungen. Hier sei auch kurz auf Brot hingewiesen, das dem Statistikamt zufolge ja nur um 2,2 Prozent teurer wurde. Auch die Preise für feste Brennstoffe (+ 4,3 %), Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme (+ 2,9 %) sowie Gas (+1,6 %) lagen über dem Vorjahresniveau. Etwas günstiger binnen Jahresfrist wurden hingegen Mineralölprodukte (- 1,2 %; davon leichtes Heizöl: – 2,4 %).

Strompreis zieht weiter an

Bei der Energie blieb der Strom mit + 12 % erheblich teurer als vor einem Jahr, vor allem in Folge der Erhöhung der EEG-Umlage zum Jahresbeginn 2013. Wer nun denkt, dass langsam aber sicher das Ende der Fahnenstange beim Strompreis für den deutschen Normal-Verbraucher-Michel erreicht ist, der irrt gewaltig. Zwar versuchen die verantwortlichen Politiker vor der Bundestagswahl mit Schlagworten wie Strompreisbremse“zu imponieren. Nach der Wahl, im Jahr 2014, wird es nichtsdestotrotz höchstwahrscheinlich wieder mal teurer werden. Schon jetzt steht fest, dass laut einer aktuellen Studie des Öko-Instituts im Auftrag von Greenpeace die Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien (EEG-Umlage) 2014 erneut steigen wird. Von derzeit knapp 5,3 Cent je Kilowattstunde auf etwa 6,1 Cent. Macht gut 30 Euro Mehrkosten pro Jahr für den deutschen Durchschnittshaushalt aus. Hinzu kommt, dass gleichzeitig die Rabatte für Industriebetriebe steigen könnten, welche ebenfalls von den übrigen Stromkunden zu schultern sind. Unterm Strich betrachtet wird die Energiewende wohl auch 2014 in Form von weiter deutlich steigenden Strompreisen bei den Verbrauchern ankommen.

Die Grundlage dafür haben die Notenbanken durch die massive Geldmengenaufblähung ja gelegt; die Konsequenz in Form deutlicher Schübe bei den Preisen von Waren und Dienstleistungen spüren wir bereits jetzt.

Sie erkennen selbst, weshalb es immer wichtiger wird, dass Sie Ihr Vermögen mit wertstabilen und inflationssicheren Sachwerten schützen. Um es nur einmal am Beispiel von Gold zu erklären: Gold ist nicht teurer geworden, die Kaufkraft der Währungen hat nur dramatisch abgenommen. Deshalb müssen Sie heute einen höheren Gegenwert in Papiergeld bezahlen, als z.B. noch vor 10 Jahren. Dagegen konnten Sie Anfang des 19. Jahrhunderts für eine Unze Gold einen Herrenanzug kaufen. Heute erhalten Sie dafür immer noch einen Herrenanzug. Das nenne ich Inflationsschutz!

Das gilt übrigens auch für Silber, Diamanten, Industriemetalle oder Holz. Alle physischen Werte, die nicht beliebig vermehrbar und begehrt sind, werden zwangsläufig im Preis steigen.

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